Grenzstein Nr. 56 Herzogtum Geldern / Kur- Köln

steht am Feldweg an der Strasse in Tönisberg-Siebenhäuser, Boyenweg (gegenüber "Voort" und Nähe "Lamershof")
Bilderserie: alte und neuere Bilder aus veschiedenen Jahren

Grenzstein Nr. 56

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Der "Heimatverein Tönisberg e. V." hat am Grenzstein Nr. 56 die Tafel für die Beschreibung des Grenzsteines erneuert.
Die alte, größere Tafel, damals von Herrn Houben aus Kempen aufgestellt, war im Laufe der Jahre durch Witterung unansehnlich geworden.

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Historische Grenzsteine in Tönisberg

Tönisberg ist heute ein Ortsteil der Stadt Kempen im Kreis Viersen.
Bis 1798 vor der Neuordnung der französischen Besatzungsmacht gehörte Tönisberg seit Jahrhunderten zur Vogtei Geldern. Es lag im südöstlichsten Zipfel der Vogtei Geldern und grenzte an zwei historische Grenzen. Im Süden von Tönisberg grenzte Geldern an Kur-Köln (Amt Kempen) und im Osten von Tönisberg grenzte Geldern an die Grafschaft Moers.

A) Die Grenze von 1786 zwischen dem Herzogtum Geldern und Kur-Köln wurde mit 60 Grenzsteinen zwischen der Niers, Stein Nr. 1 (Neersdommer Mühle) und dem Waldwinkelsniep, Stein Nr. 60 versteint. Es existieren nur noch wenige Grenzsteine davon

Auf Tönisberger Gebiet stehen hiervon noch 3 Grenzsteine und zwar die Nr. 55, 56 und 60.
Auf der Grenzsteinlinie von 1786 Geldern-Köln, steht die Nr. 55 auf der heutigen Grenze Kempen-Tönisberg/Krefeld und die beiden letzten Grenzsteine Nr. 56 und Nr. 60 stehen komplett auf Tönisberger Gebiet. Die alte Grenze ging von Nr. 56 entlang dem vorhandenen Graben bis zur Nr. 60 am Waldwinkelsniep. Die Krefelder/Kempener Grenze wurde später nach Süden verschoben.

Der Grenzstein Nr. 55 steht im Grenzgraben Tönisberg-Siebenhäuser und Lookdyk (KR) zwischen Talring und "Dickmannhof". Diese alte Grenze ist heute auch die Kreisgrenze von Krefeld und Viersen.

Der Grenzstein Nr. 56 steht am Feldweg an der Straße in Tönisberg-Siebenhäuser, Boyenweg (gegenüber "Voort" und Nähe "Lamershof").

Der Grenzstein Nr. 60 steht am Feldrand in Tönisberg-Achterberg, Erprathsweg; letzter Grenzstein (von 60) der ehem. Grenze Geldern / Köln (am Ufer Waldwinkelsniep, Richtung Limnologische Station).


B) Die Grenze von 1726 wurde mit 4 Grenzsteinen zwischen Kur-Köln (Amt Kempen) und der Grafschaft Moers versteint. An der Tönisberger Grenze sind nur noch 2 Grenzsteine vorhanden. Danach folgen noch 3 weitere Steine auf der Grenze zwischen Moers und Krefeld. Am fehlenden Grenzstein Nr. 4 war das ehemalige Dreiländereck mit Kur-Köln (Amt Kempen), Herzogtum Geldern und der Grafschaft Moers.

Auf der Grenzsteinlinie von 1726 mit Kur-Köln (Amt Kempen) und der Grafschaft Moers sind das die Grenzsteine Nr. 1 und Nr. 3 Grenze Kempen-Tönisberg//Neukirchen-Vluyn. Der Karte nach stehen die Grenzsteine zwischen Selster-Hof und Eygenschenhof immer noch auf der alten bzw. neuen Grenze.

Der Grenzstein Nr. 1 steht in der Weide vom Selster-Hof am Geilingsweg in Neukirchen-Vluyn (Nähe Niepkanal) - Kreisgrenze Viersen/Wesel.

Der Grenzstein Nr. 3 steht in der Weide vom Eygenschenhof am Geilingsweg in Neukirchen-Vluyn (Nähe Niepkanal) - Kreisgrenze Viersen/Wesel.